Jagderlebnisse mit Ihren jungen Jagdgebrauchshunden...

    Ansitz auf Füchse  2008
    Auch bei uns im Revier explodierte in diesem Jahr der Bestand der Sauen.
    Doch da mein Mann im Moment in Mecklenburg-Vorpommern ist und ich im Ernstfall von dieser Seite keine Hilfe erwarten konnte,
    war meine Idealvorstellung an diesem wunderschönen Abend der Abschuß von einem Fuchs.
    Im Moment habe ich einen Hund in der Ausbildung und der Abschuß eines Rotrockes würde mir wieder ein Stück weiterhelfen.
    Gegen 20.00 Uhr auf dem Hochsitz angekommen, sah ich auch kurze Zeit später diese bekannte Ricke. Sie sah ich zuletzt hochtragend.
    Jetzt kam sie stolz mit zwei kräftigen Kitzen auf den Wildacker. Hinter mir immer wieder Geräusche, die auf die Füchse hoffen ließen.
    Es war gegen 21.40 Uhr, da hörte ich sie. Zielstrebig und ohne Pause Trabgeräusche Richtung Wildacker.
    Ich nahm die Waffe in den Anschlag und da waren sie auch schon. Eine Rotte Sauen. Die Bache mit ihren mindestens sechs Frischlingen
    zogen über den Acker. Noch ruhig und konzentriert beschoß ich einen Frischling. Dieser lief mit noch drei Frischlingen links in den Bestand.
    Die Bache lief „blasend“ in die Richtung, wo sie herkamen und blieb hinter einem Busch, für mich sichtig, stehen.
    Ich hab meine Waffe nachgeladen. Links im Bestand hörte ich ein Schlägeln und gleichzeitig die anderen Kleinen im Rücken von mir flüchten.
    Hochflüchtig kamen zwei Frischlinge wieder auf den Wildacker Richtung Bache, ich schoß, die Wutz lag und die Bühne war leer.
    Wieder nach links blickend, lag die erste Wutz mitten auf dem Pirschweg. Ich war beruhigt, beide Frischlinge liegen, doch dann wieder
    das Geräusch eines unsicheren Frischlings im Bestand. Ich war hin und her gerissen, was soll ich tun? Auf den dritten Frischling warten,
    schließlich müssen unbedingt die Sauen reduziert werden. Aber es liegen schon zwei, die ich versorgen muss! Ich wollte meine Waffe noch
    einmal nachladen, meine Kugel viel mir aus der Hand durch den Hochsitz durch. Das war das Zeichen, lass es und versorge die Zwei!
    In der Zwischenzeit versuchte mich ein Kollege anzurufen, der die Schüsse hörte. Es war sehr schlechter Empfang, wir verstanden uns
    nur bruchstückhaft. In der Hoffnung, der Kollege kommt mir zur Hilfe, mittlerweile war es 22.10 Uhr, wollte ich die erste Wutz aufbrechen.
    Ich sah die Hand vor Augen nicht mehr, setzte mir meine Stirnlampe auf und es wurde nicht besser, Batterie leer.
    Also setzte ich meinen Rucksack auf, nahm meine Waffe und das ca. 15 kg Schweinchen. Nach einer gefühlten halben Stunde und
    gefühlte 40 kg an der Hand kam ich endlich am Auto an. Außer Atem hörte ich ein Auto – der Kollege kommt – Gott sei Dank!
    Wir holten den zweiten Frischling, angekommen, hob dieser den Kopf. Ich bin etwas zu weit hinten abgekommen,
    also mußte dieser noch abgefangen werden. Diesmal zog ich die Sau an einem Gurt hinter mir her. Leichter wurde sie für mich
    dadurch auch nicht. Wieder am Auto angekommen, wurde die Beute auf die Ladefläche gehoben. Wir beschlossen, die Frischlinge
    im Wildkeller aufzubrechen.
    Der Kollege fuhr los, ich wollte mit meinem Bulli hinterher – es gab einen lauten Knall – Kupplungsseil gerissen.
    Ich raus aus dem Auto, in der finsteren Nacht, mit der Taschenlampe dem Kollegen nachgewunken; er hielt an. Wir mein Auto ausgeräumt,
    alles wieder umgeladen, ab in den Wildkeller. Hier wußte ich, ich bin an meine Grenzen gestoßen. Hätte ich es ohne Hilfe schaffen können?
    Sicher, daß Wild versorgen hätte vielleicht eine halbe Stunde länger gedauert, aber ich hätte es geschafft.
    Doch dann, Auto kaputt, mitten im Wald mit Rucksack und Waffe und mindestens 5 km Fußmarsch bis nach Hause…dem Kollegen sei Dank!!

    Meinen erhofften Fuchs habe ich nicht bekommen, aber ich bin um ein Jagderlebniss reicher,  
    welches man vermutlich nie wieder vergißt…bis zum nächsten mal, Waidmannsheil  AS. 

   Die folgenden Geschichten erreichten uns per eMail...

...Die erste Treibjagd (mit ausgebildeten Hunden) war für uns ein voller Erfolg.
Kennst Du das Gefühl wenn Dein Hund zum ersten Mal auf einer richtigen Jagd Dir Deinen Fasan bringt…?
Es war ein so tolles Gefühl… Ich hätte Dolf umarmen können. (Habe ich natürlich auch) Und dann brachte er einen Fasan nach dem Anderen.
Sechs Stück auf seiner ersten Jagd. Toll!!!!
Und Samstag war die erste Drückjagd. Erfolgreich Reh- und Schwarzwild rausgedrückt. Ich habe eine Sau beschossen die dann erst mal weg war.
Aber, Dank Dax, habe ich sie dann 3 Km entfernt im Wundbett gefunden…!
Morgen ist wieder eine Treibjagd und Samstag dann auch… Es gibt endlich was zu tun!
Und nächste Woche sind wir auf einer Entenjagd…
Und bisher sind wir auf allen Jagden nur positiv über unsere Hund angesprochen worden!
Na ja, einmal war Dax 5 Km weit zum nächsten Bauernhof gelaufen und hat mit seiner roten Weste die Kühe geweckt…
Aber na ja… dass gehört auch dazu. Zum Glück war der Bauer auch Jäger und hatte Verständniss.

...Dolf und Dax sind zwei DL Rüden und Wurfgeschwister   eMail vom: 06.11.2007   Vielen Dank und weiter viel Waidmannsheil !

“Dax”

“Dolf”

 Ich bin Dayla, eine junge DL Hündin,
die dieses Jahr ihre HZP und BP erfolgreich gelaufen ist.
Jetzt heißt es, dass Gelernte umzusetzen, Erfahrungen zu sammeln und weiter zu lernen.
Also nahm mein Frauchen mich am 10. Nov. mit zu einer recht großen Niederwildjagd …. und ich gab mein Bestes.
Ich hab gute Suchen gezeigt und war auch relativ gut im Gehorsam.
Doch jedes mal, wenn es um`s Apportieren ging, waren zwei, drei ältere und erfahrenere Hunde vor mir am Stück.
Letztendlich konnte ich meinem Frauchen „nur“ einen Fasan bringen. Fairnishalber muß man sagen,
dass ich auch diesen Fasan nur durch „Überredungskunst“ einem Griffonrüden abnehmen konnte.
Aber mein Frauchen hat sich trotzdem gefreut. Es war ein toller Tag, auch wenn die hohen Senfschläge mich ganz schön geschafft haben…mein Frauchen aber auch!

  Hier ist mein Bericht über ein unbeschreiblich gutes Gefühl alles richtig gemacht zu haben.
 
Wenn die Liebe zu einem Hund so groß ist, wie die zwischen mir und meinem Weimaraner, sollte man eingehend wissen, dass
 ich mir erst den Hund gekauft, dann den Jagdschein gemacht, an der Jugendsuche teilgenommen, und jetzt im Herbst mit manchmal
 zu viel Liebe, aber dennoch erfolgreich, meinen Hund auf der HZP mit BP geführt habe.
 An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön an Familie Merchel!
 Und auch ein Dankeschön an meinen Mann, der trotz meiner Leidenschaft zum Hund nie mit mir die Geduld verlor, sondern
 auch die Initiative ergriff und gemeinsam mit mir den Jagdschein absolvierte.

So hatten wir drei Anfang November nun unsere erste Einladung zu einer Treibjagd und der Hund hat sich in meinen Augen tapfer geschlagen.
Als Grünschnabel hat er anfangs gar nicht verstanden, warum seine Kumpanen nach einem Schuss alle zu einer Stelle im Feld rannten und schaute mich nur erwartungsvoll an: Hinrennen oder weitersuchen? Weitersuchen war die Devise, denn nur dann hat man Wild vor!
Kurze Zeit später schickte er den ersten Hasen, aber es verging keine Minute, da war er wieder bei mir.
Vorstehen, Stöbern oder Suchen: ob im Feld, Wald oder Wiese, in den dichtesten Brombeeren, mannshoch, meinem Hund war kein Weg zu schwer und kein Strauch zu stachelig. Allerdings hatte er noch nicht die Kraft, den ganzen Tag mit Volldampf dabei zu sein.
Beim letzten Treiben schoss mein Mann seinen ersten Hasen, mein Hund hat ihn apportiert und mir gebracht. Was für ein Gefühl - für uns ein toller Erfolg! Endlich konnte mein Hund in der Praxis zeigen, dass sich all der Aufwand lohnte.
An diesem Tag schoss auch ich mein erstes Stück Wild (Fasan) und wurde abends zusammen mit meinem Mann zum Jäger geschlagen. Mein Hund war todmüde aber glücklich und hat noch spät in der Nacht aktiv geträumt.

“Bertram zum Kestenbusch” WL   eMail vom 15.11.2007  Euch Drei wünschen wir noch eine erfolgreiche Jagdsaison
                                                                                   bis nächstes Jahr zur VGP !     Vielen Dank